2011-Protest in Muenchen-Und was bleibt vom Protest?

08.05.12, 12:10:31 von Acting-Art-of-Memory
Diskussion „Und was bleibt vom Protest? Die Bestaende in Archiven und
Museen“.Eine Veranstaltungen im Rahmen von „Protest in Muenchen seit 1945“.

Mit: Dr.Isabella Fehle, Leiterin des Muenchner Stadtmuseums,
Guenther Gerstenberg,Autor:http://protest-muenchen.sub-bavaria.de/
http://www.arbeiterarchiv.de/
Dr. Klaus Lankheit, Institut für Zeitgeschichte, Muenchen,
Dr. Michael Stephan, Leiter des Stadtarchivs Muenchen,
Moderation: Dr.Angelika Baumann, Kulturreferat der LH Muenchen.

Im Briefwechsel (2011), zu den Archivgesetzen in Deutschland: Dr. Simon, Uni-Tuebingen (Germanisten im Dritten Reich):

"Ich saß seinerzeit in einer Kommission zur Beratung der Politiker für
die anstehenden Archivgesetze. Daran waren auch Vertreter der
Journalisten beteiligt. Diese fragte ich schon damals, warum sie nicht
darauf draengen, dass außer den Wissenschaftlern auch die Medien von
bestimmten restriktiven Regelungen ausgenommen werden. Die sagten
damals nur: Da finden wir schon einen Weg. Ich vermute, dass die
Medien den Zugang ueber Kollegen finden, die promoviert sind oder mit
Wissenschaftlern befreundet sind, als deren Mitarbeiter sie dann
fungieren.

Inzwischen gibt es das Informationsfreiheitsgesetz. Das nahm sich das
entsprechende amerikanische urspruenglich zum Vorbild.In Amerika gibt
es allerdings keinen gesetzlichen Datenschutz.
In Deutschland unterstellte man aber hinterfotzigerweise die Informationsfreiheit dem Datenschutz.Das wurde in der Oeffentlichkeit kaum diskutiert.Nicht nur in dieser Hinsicht versagten da mal wieder die Medien. Da der Datenschutz sich aber in Bezug auf das 3. Reich als Nazischutz erweist, hat man hier also den Bock zum Gaertner gemacht oder
schlimmer. Sie koennen sich also auch nicht auf das Informationsfreiheitsgesetz berufen".

"Der Zugang zum Berlin Document Center, dessen Millionen von
Personalakten 1994 dem Bundesarchiv uebergeben wurden, war fuer Deutsche
uebrigens weitaus strenger reglementiert. Das musste naemlich vom Bonner
Innenministerium (sprich: BND) genehmigt werden. Da gab es (auch
linke) Wissenschaftler, die nicht zugelassen wurden".

So wird Nazi-Schutz zum Datenschutz, oder anders ausgedrueckt: Die Archive verkommen zu staatlichen Muelldeponien!

Bis heute werden die Eichmann - Adenauer-Akten unter Verschluss gehalten!! Siehe auch dazu, die Seite der Journalistin Gaby Weber: http://www.gabyweber.com/

Der Adenauer-Klüngel wie die Verdraengung hat sich bis heute gehalten!!

!!In Deutschland hat schon laengst die Verwaltung der Vergangenheit begonnen!!




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